Zur Navigation springen Zum Seiteninhalt springen Zur Fußzeile springen
Zurück
12.12.25

Sicherheit trifft Intelligenz

Wurm und TEKO im Gespräch über die Zukunft der Kältedaten.

Wie Wurm Sicherheit und KI verbindet: Das Unternehmen zeigt, wie individuelle Zugriffsrechte, robuste Infrastruktur und intelligente Datenanalyse Anlagen noch zuverlässiger und effizienter machen.

KategorienWurm Regelelektronik

Ob Supermarkt, Tiefkühllager oder Logistikzentrum – Kühlanlagen sind das Rückgrat der Versorgungskette. Doch neben der zuverlässigen Technik rückt ein weiteres Thema in den Vordergrund: die sichere und effiziente Verwaltung von Anlagendaten. Wurm Elektronische Systeme aus Remscheid hat sich seit vielen Jahren auf digitale Lösungen für Steuerung, Monitoring und Optimierung spezialisiert.

Im Gespräch mit Karsten Voßberg wird deutlich, wie Wurm Datensicherheit versteht, warum Softwareplattformen wie FRIGODATA Online und FRIGODATA XP die Branche prägen – und welchen Mehrwert mobile Apps und KI-basierte Funktionen schon heute bieten.

Sicherheit bedeutet für uns: klare Strukturen, volle Transparenz und Technologien, die flexibel auf neue Anforderungen reagieren – damit Betreiber jederzeit zuverlässig auf ihre Daten zugreifen können.
Karsten Voßberg
Leiter IT-Entwicklung (Wurm Systeme)

Wie geht Wurm mit individuellen Sicherheitsvorstellungen und -kriterien der Betreiber um? 

Stellen Sie sich einen Supermarkt mit mehreren Filialen vor. Jede Anlage muss erreichbar sein, gleichzeitig dürfen Zugriffe nicht unkontrolliert erfolgen. Schon früh haben wir dafür gesorgt, dass jedes Gateway ein eigenes Passwort erhält – keine Standardlösungen, kein Risiko durch allgemein bekannte Codes. Wenn ein Betreiber den Servicepartner wechselt, übernehmen wir die sichere Übergabe und sorgen für klare Strukturen.

Bereits 2006 haben wir die Entscheidung getroffen, Gateways niemals offen ins Internet zu stellen. Stattdessen nutzen wir VPN-Tunnel. So ist sichergestellt, dass nur autorisierte Partner Zugriff haben. Für Betreiber bedeutet das: ein sicheres System, das sich flexibel an wechselnde Anforderungen anpasst.

Welche Features bietet Wurm, um Sicherheitskriterien zu erfüllen?

Unsere Systeme sind so aufgebaut, dass Betreiber jederzeit die volle Kontrolle über Zugriffe behalten. Über ein Sicherheitscenter können sie Mitarbeiter selbst verwalten, Berechtigungen vergeben oder entziehen und haben so einen klaren Überblick. Alle Änderungen werden dokumentiert. So lässt sich jederzeit nachvollziehen, wer auf welche Daten zugreift. Für Betreiber mit nur wenigen Standorten bieten wir eine Router-Lösung an, die ebenfalls auf VPN basiert. Auch hier gilt: keine offene Verbindung ins Internet, sondern ein geschlossener und sicher verschlüsselter Datenweg. Die eingesetzten Router müssen dabei den sehr hohen Sicherheitsansprüchen von Wurm entsprechen. So entsteht ein durchgehend geschütztes System, das ein Sicherheitsniveau gewährleistet, das auch langfristig Vertrauen gibt.

Wie sichern Sie Datenverfügbarkeit und Ausfallschutz?

Wir setzen auf eine hochverfügbare Infrastruktur. Unsere Server laufen ausschließlich in Deutschland, in drei eigenen Rechenzentren, die voneinander unabhängig betrieben werden. Eine Cloud-Nutzung findet nicht statt, um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten. Sollte ein Rechenzentrum beispielsweise durch einen Brand oder technische Probleme ausfallen, übernimmt automatisch ein anderes – für den Nutzer bleibt das völlig unbemerkt. Alle Systeme sind mit unterbrechungsfreier Stromversorgung, Notstromaggregaten und mehrfach abgesicherten Internetanbindungen ausgestattet. Zudem werden sie durch ein eigenes Team rund um die Uhr betreut. So können wir sofort eingreifen, wenn sich eine Störung abzeichnet. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass Betreiber jederzeit verlässlich und ohne Unterbrechungen Zugriff auf ihre Daten haben.

Weshalb nutzen Sie individuelle Passwörter je Projekt?

Der Grundgedanke ist einfach: Wir wollen Verantwortlichkeiten klar trennen. Ein Dienstleister arbeitet mit seinen eigenen Zugangsdaten, die nicht für andere Projekte gelten. Das schützt vor Missbrauch, erhöht die Transparenz und macht Zugriffe eindeutig nachvollziehbar. Für die Betreiber bedeutet das mehr Sicherheit – und für die Servicepartner eine saubere Abgrenzung ihrer Arbeit.

Wie integrieren Sie Fremdsysteme mit FRIGODATA Online? 

Ein gutes Beispiel ist die Kombination von Kälte- und Gebäudetechnik. Über FRIGODATA Online lassen sich externe Systeme wie Beleuchtung oder Energiemanagement direkt einbinden. So hat der Betreiber alle Daten in einer Plattform: Temperatur, Energieverbrauch, Alarme – egal, ob von Wurm oder von Drittsystemen. In einem Handelsunternehmen bedeutet das zum Beispiel, dass die Energieoptimierung nicht isoliert betrachtet wird, sondern gemeinsam mit allen Verbrauchern. Das sorgt für Transparenz und erleichtert Entscheidungen.

Warum wurde die Frida App entwickelt?

Wir wollten den Monteuren den Alltag erleichtern. Früher war der Zugriff auf Anlagen oft mit viel Aufwand verbunden: Laptop anschließen, Passwörter beschaffen, Zugänge konfigurieren. Mit der Frida App reicht heute ein Smartphone. Monteure können sich sofort einen Überblick verschaffen, Parameter abrufen oder anpassen. Die App ist eng mit unserer Serverinfrastruktur verknüpft und berücksichtigt automatisch alle Berechtigungen. Damit ist der Zugriff nicht nur schneller, sondern auch sicherer. Für die Praxis bedeutet das weniger Zeitaufwand und mehr Flexibilität.

Beschäftigt sich Wurm mit Künstlicher Intelligenz? Wie wird KI genutzt?

Ja, sehr intensiv. Dank unserer über 20 Jahre gewachsenen Datenbasis können wir KI sinnvoll einsetzen. Wir haben ein eigenes Team von fünf Personen, das sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt. Die Basis dafür ist unsere große Datenhistorie. KI-Methoden helfen uns heute schon, Muster in den Daten zu erkennen und Prozesse zu optimieren. Wir können zum Beispiel Verschmutzungen an Verflüssigern frühzeitig prognostizieren oder den Verlust von Kältemittel schneller identifizieren. Auch Anomalien im Betrieb lassen sich automatisch feststellen, bevor sie zu Störungen führen. Das Ziel ist klar: mehr Effizienz, weniger Ausfälle und ein Mehrwert für Betreiber, die ihre Anlagen zuverlässig und nachhaltig betreiben wollen.

FRIGODATA Online

Die digitale Schaltzentrale

  • Sicherheit & Verfügbarkeit: Zentrale Überwachung aller Anlagen mit sofortigen Alarmmeldungen.
  • Kostentransparenz: Energie- und Betriebsdaten werden in Echtzeit erfasst – Grundlage für Effizienzsteigerungen.
  • Flexibilität: Fremdsysteme lassen sich einbinden, sodass Betreiber eine einheitliche Plattform für den gesamten Betrieb erhalten.

FRIGODATA XP

Das Analyse-Tool

  • Nachhaltigkeit & Compliance: Unterstützt das Energiemanagement nach ISO 50001 – ein wichtiges Kriterium für Zertifizierungen.
  • Tiefe Analysen: Historische Daten, Trends und Reports bieten die Basis für fundierte Entscheidungen.
  • Kosteneffizienz: Betreiber erkennen Einsparpotenziale und können Maßnahmen gezielt bewerten.

Frida App

Mobile Effizienz

  • Zeitersparnis: Monteure greifen direkt vor Ort per Smartphone zu – ohne Laptop oder aufwendige Passworteingabe.
  • Schnelle Reaktion: Störungen lassen sich sofort prüfen und beheben, Ausfallzeiten werden minimiert.
  • Nahtlos integriert: Die App ist Teil der bestehenden Infrastruktur und berücksichtigt automatisch alle Berechtigungen.
Geschrieben von: Marion Billasch